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Vor allem Industrielle, Mäzene und örtliche Kunstvereine schufen in den 20er Jahren der modernen Kunst wichtige Podien zur Präsentation ihrer Werke und Förderung ihrer Vorhaben. In Erfurt hatten der Direktor des Städtischen Museums Walter Kaesbach und der Schuhfabrikant Alfred Hess entscheidenden Anteil an zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen der Moderne.

Die Villa des Fabrikanten wurde zum beliebten Treffpunkt für Künstler und Architekten – unter ihnen auch Walter Gropius sowie Theo Kollmer und Karl Meinhardt. Mit dem Umbau verschiedener Geschäftshäuser in der Innenstadt im Auftrag von Alfred Hess wurden unübersehbare Zeichen für das Neue Bauen in Erfurt gesetzt, die heute noch im Erfurter Stadtbild markante Akzente bilden.  

Die in Erfurt geborene Künstlerin Margaretha Reichardt, die in Dessau am Bauhaus studierte, betrieb ab 1933 eine Handwebereiwerkstatt, lehrte das Weben und vermittelte eine geistig-kulturelle Bildung im Sinne des Bauhauses. Die Werkstatt mit den originalen Handwebstühlen, an denen noch heute künstlerisch gearbeitet wird, ist seit 1987 ein technisches Denkmal und gehört zum heutigen Erfurter Angermuseum.
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