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ANGEBOTE . ORTE
Hier, in Jena, fanden die Bauhauskünstler einen Ort zur Umsetzung und Darstellung ihrer Ideen in einem moderner Kunst gegenüber aufgeschlossenen Umfeld. In der nahe Weimar gelegenen Universitätsstadt wurde auch das erste Bauwerk realisiert, bei dem die Ideen des Bauhauses zum Tragen kamen: das Jenaer Stadttheater. Auch wenn das Stadttheater heute nicht mehr in der von Walter Gropius geplanten Gestalt existiert, zeugen die beiden im Original erhaltenen und sorgfältig sanierten Gebäude „Haus Auerbach“ und „Haus Zuckerkandl“ von dem Interesse und Engagement für die Ideen des Bauhauses in Jena. Neben diesen Gebäuden entstand in Jena auch eine an den Stil des Bauhauses angelehnte Architektur wie das mathematisch-naturwissenschaftliche Institut „Abbeanum“ und das Studentenhaus am Philosophenweg nach Entwürfen von Ernst Neufert und Otto Bartning.

Die in Jena angesiedelte Industrie, die innovative Materialien und Techniken entwickelte, bereitete dem frühen Bauhaus die Grundlage für die Entwicklung der Typenproduktion und Gestaltung. Die Produkte der Jenaer Schott-Werke, wie das Jenaer Glas, wurden mit dem Design von Gerhard Marcks und anderen weltberühmt.

Grundlage dieser Aktivitäten bildete die Arbeit des früheren Jenaer Kunstvereins, der zwischen 1903 und 1933 ein konsequent an der Moderne orientiertes Programm bot und damit eine Plattform für Ausstellungen und Diskussionen darstellte. Die Werke von Kandinsky, Feininger, Klee, Schlemmer und Marcks sowie den Architekten Walter Gropius und Adolf Meyer wurden in Jena in mehr als 20 Ausstellungen zwischen 1917 und 1933 gezeigt.
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